Urlaub in Ioannina, der Hauptstadt von Epirus

Wer auf der Suche nach einem Reiseziel in Europa ist, das (noch) eher unbekannt, aber dennoch reich an kulturellen Höhepunkten ist, liegt mit der griechischen Stadt Ioannina auf der sicheren Seite!

Bei Ioannina handelt es sich um die Hauptstadt der griechischen Provinz Epirus, im Nordwesten Griechenlands. Die Stadt befindet sich auf einer Höhe von rund 480 Metern am Westufer des Süßwasser-Sees Pamvotida. Das Stadtzentrum wird von kleinen Gassen und historischen Gebäuden aus osmanischer, türkischer, Herrschafszeit gesäumt. Insbesondere die Stadtviertel am Seeufer versetzen Urlauber in eine orientalische Atmosphäre. Ioannina verbindet Tradition mit Moderne gekonnt, sodass nicht nur Kulturinteressierte, sondern auch Genießer und Shoppingbegeiserte gut aufgehoben sind.

Die Seepromenade der Stadt ermöglicht ausgiebige und romantische Spaziergänge, direkt am See bieten sich verschiedene Wassersportmöglichkeiten wie Rudern, Kajak und Wasserski. Erstklassige Restaurants, Cafés, Bars, Souvenirshops sowie Theater und Diskotheken runden die Vielfalt ab. Empfehlenswert sind dabei auch die Geschäfte, in denen Silberschmiedearbeiten erworben werden können.

Ioannina und seine Sehenswürdigkeiten

Wer Urlaub in Ioannina verbringt, stellt eins schnell fest: Die Stadt besitzt eine Reihe an Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch wert sind! So wäre da zum einen der kulturelle Höhepunkt der Stadt: Die historische Altstadt beziehungsweise das Zentrum, die Platia Dimokratias, das sich auf einer Halbinsel befindet und von den Mauern der Zitadelle Frourion umgeben wird.

Von der beeindruckenden Festungsanlage aus, die zu den ältesten des Landes zählt, können Besucher ein fantastisches Panorama, nämlich die Stadt, den See sowie die faszinierende Berglandschaft des Pindos Gebirges genießen. Innerhalb der Zitadelle finden sich viele Museen, in denen man alles über die Historie der Region lernen kann.

Des Weiteren gibt es die im Jahr 1619 errichtete Aslan-Dzami-Moschee, die heute ein Volkskundemuseum mit Trachten, handwerklichen Sammlungen sowie geschichtsträchtige Alltagsgegenstände beinhaltet sowie eine Synagoge. Unmittelbar unter der Moschee liegen die Katakomben, in denen zahlreiche Widerstandskämpfer zur Herrscherzeit der Türkei hingerichtet wurden.

Nur wenige Gehminuten von der Moschee entfernt befindet sich eine osmanische Bibliothek. Im südöstlichen Teil der Zitadelle finden Urlauber das Palastenviertel, von dem heute lediglich die Grundmauern sowie das Mausoleum, erbaut für den osmanischen Befehlshaber Ali Pascha, stehen. In zwei neu errichteten Gebäudekomplexen befindet sich hier zudem das Byzantinische Kunstmuseum mit der Agil Anargiri Kirche, in dem es kostbare Exponate zu bestaunen gibt, die die Blüte der Stadt unter albanisch-moslemischer Herrschaft dokumentieren.

Ein weiterer Höhepunkt: Das Archäologische Museum, in welchem Ausstellungsstücke der Orakelstätte Dodona zu sehen sind, die sich ca. 21 Kilometer südwestlich von Ioannina befindet. Das Orakel zählt zu den ältesten des Landes. Im Gegensatz zu üblichen Orakelstellen, gibt es dort keine Tempelanlagen. Der Grund: Bei Dodona handelt es sich um ein Naturspektakel, das ausschließlich unter freiem Himmel statt fand. Vor dem Orakelbezirk glänzt der beherrschende Bau von Dodona, ein freigelegtes, imposantes Theater. Mit Platz für 18.000 Zuschauern war es eins der größten Theater Griechenlands. In den Sommermonaten werden hier sehenswerte Musik- und Theateraufführungen aufgeführt.

Ausflüge in der Region um Ionnina

Ioannina ist umgeben von einem herrlich, grünen Landschaftsbild und liegt zudem mitten im Pindos Gebirge, ein Paradies für naturverbundene Wanderfreunde. Nicht außer Acht lassen kann man darüber hinaus den Vikos Aoos Nationalpark zwischen der Vikos und der Aoos Schlucht. Die zerklüftete und wilde Landschaft des Nationalparks ist dicht mit Laub- und Nadelbäumen bewaldet und besticht durch seine einzigartige Flora und Fauna. Die Vikos Schlucht trägt den Titel „längste begehbare Schlucht auf dem griechischen Festland“ und ist als tiefste Schlucht weltweit im Guinness Buch der Rekorde auffindbar. Doch auch der Rest der Region um Ioannina begeistert mit vielen interessanten Ausflugszielen.

Etwa vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, befindet sich die 1,5 Kilometer lange Tropfsteinhöhle von Perama, eine der größten auf dem gesamten Balkan. Ein Ausflug zur Höhle ist mehr als empfehlenswert, denn vom Ausgang bietet sich ein atemberaubender Blick über Stadt und See. Ein weiteres Muss ist die Ioannina-Insel, Nisi Ioanninon, auch als Klosterinsel bekannt. Sie befindet sich inmitten des Pamvotida-Sees, weshalb sich in diesem Zusammenhang eine Bootstour anbietet. Wie der Name es bereits erahnen lässt, findet man hier mehrere kleine Klöster. Im berühmten Panteleimon Kloster der Insel wurde Ali Pascha von den Türken erschossen. Ein Gedenkraum erinnert an diese Tat. Nach einer ereignisreichen Erkundungstour ist erst einmal Zeit für eine kleine Verstärkung zwischendurch, entweder in einer der hervorragenden Fischtavernen, in einem Restaurant oder Café.

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